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Fußball WM in Katar

Die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) protestierte mit Unterstützung des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) gegen die Arbeitsbedingungen in Katar. Der Stadionbau für die Fußballweltmeisterschaft 2022 im Emirat Katar läuft – für die Beschäftigten allerdings unter miserablen Bedingungen. Rund 90 Prozent sind WanderarbeiterInnen ohne jegliche eigenen Rechte. Selbst der Beitritt zu einer Gewerkschaft ist ihnen untersagt. Dazu kommt die schlechte Bezahlung und fehlender Arbeitsschutz. Die Gewerkschafter sprachen beim Weltfußballverband FIFA vor, mit der Bitte, sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. IGB-Generalsekretärin Sharan Burrow  erklärte, die internationale Gewerkschaftsbewegung werde es nicht hinnehmen, dass Menschen für den Bau von Stadien eingesetzt würden ohne jegliche eigenen Rechte.

www.ituc-csi.org

www.bwint.org

Entwicklungshilfe weltweit vernetzen

Zum vierten Mal trafen sich Staatschefs und Minister und Vertreter aus über 80 Ländern und Organisationen zum globalen Forum „High Level Forum on Aid Effectiveness“ (Hochrangiges Forum zur Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit). Im südkoreanischen Busan nahmen erstmals auch Vertreter aus Brasilien, China und Indien teil. Die Forumsteilnehmer diskutierten schlüssige Konzepte zu Armutsbekämpfung. Die Umsetzung der Beschlüsse von Busan soll in regelmäßigen Zeitabständen überprüft werden.

Die deutsche Position sowie weiterführende Informationen:

http://bit.ly/vIxRFG

http://www.aideffectiveness.org/busanhlf4/

http://bit.ly/sFLHjR

Umweltschutz und Gute Arbeit

Klaus Wiesehügel, Vorsitzender der IG BAU und Präsident der Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI), will bessere Arbeitsbedingungen für die Forstbeschäftigten in Ghana. Die BHI unterstützt in Ghana und anderen afrikanischen Staaten die Wiederaufforstung von Wäldern, trainiert die Forstarbeiter und fördert den sozialen Dialog mit den Unternehmen, damit gute Arbeitsbedingungen durchgesetzt werden können. Für Wiesehügel gehören „Umweltschutz und Gute Arbeit zusammen“, als „Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung“.

www.igbau.de

Ärger bei Sotheby‘s

Das renommierte Auktionshaus Sotheby‘s hat Ärger mit seinen Spezial-Transporteuren. Den 43, der auf den Transport von Kunstgegenständen spezialisierten Fahrer, wurde der Vertrag mit Sotheby’s gekündigt. Sie sollen jetzt für ein Verleihunternehmen arbeiten. In der New Yorker Sotheby`s Hauptniederlassung machte die US Gewerkschaft Teamsters mobil. Die Transportarbeitergewerkschaft verlangt die Wiedereinstellung der Fahrer. Die UNI Global Union unterstützt die Teamsters. Generalsekretär Philip Jennings sicherte ihnen seinen vollen Rückhalt zu. Er kritisierte die Missachtung von Arbeitnehmerrechten. Vor allem fordern die Gewerkschafter die Entlassung der Direktorin Diana Taylor. Sie hatte erklärt, wenn Sotheby’s Vorstandschef Bill Ruprecht Forderungen der Transporteure nachgebe, sei er seinen Vorstandsposten los.

www.uniglobalunion.org

Einkommensschere geht weiter auf

Weltweit nimmt die Einkommensungleichheit zu. Die Studie „Divided we stand- Why inequality keeps rinsing“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) belegt: Vom Wirtschaftswachstum profitieren nicht alle ArbeitnehmerInnen. Darüber hinaus, so OECD-Generalsekretär Angel Gurría: Die zunehmende Ungleichheit schwäche die Wirtschaftskraft eines Landes, „sie gefährdet den sozialen Zusammenhalt und schafft politische Instabilität“. Mit am stärksten nahm die Einkommensungleichheit in Deutschland zu. Die obersten zehn Prozent der Einkommen lagen 2008 mit durchschnittlich 57 300 Euro achtmal höher als die unteren zehn Prozent mit 7 400 Euro. Im OECD-Schnitt stiegen die verfügbaren Haushaltseinkommen in den beiden Jahrzehnten vor der Finanz- und Wirtschaftskrise um 1,7 Prozent jährlich.

http://bit.ly/w4rZfh

Forschen für Gute Arbeit

In den Entwicklungsländern sind mehr als eine Milliarde Menschen von Hunger bedroht. Dabei ist extreme Armut entweder mit Arbeitslosigkeit oder aber mit sehr schlechten Arbeitsbedingungen verbunden. Wochenarbeitszeiten von 70 bis 80 Stunden, die unter gesundheitsschädlichen Bedingungen und für Hungerlöhne  sind keine Seltenheit. Das International Center for Development and Decent Work (ICDD) der Universität Kassel will, gemeinsam mit Kooperationspartnern die Arbeitssituation in den betroffenen Regionen verbessern. Die Schwerpunktthemen sind: Steigerung der Wertschöpfung im ländlichen Raum, die Durchsetzung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen und der Aufbau von Strukturen, die den Arbeitnehmern politische Partizipation ermöglichen. Gemeinsam mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) planen die Kasseler ein Internetportal „Decent Work“.

http://bit.ly/vo7JMK