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Unterschriften für mehr Unternehmensverantwortung |
 Über 100.000 Unterschriften will die Kampagne "Rechte für Menschen,
Regeln für Unternehmen" bis Dezember 2010
sammeln, um die gesetzlichen Regelungen zur Unternehmensverantwortung
in der Europäischen Union zu verschärfen. Die Kampagne ist eine Aktion
der European Coalition For Corporate Justice ( ECCJ). Die Unterschriften soll im
Dezember den EU-Regierungschefs sowie der EU-Kommission übergeben
werden.
Im Rahmen der Unterschriftensammlung will die Initiative KonsumentInnen über die Arbeits- und Produktionsbedingungen in Tochterunternehmen sowie Zulieferbetrieben europäischer Unternehmen im nicht europäischen Ausland informieren. Hierbei geht es nicht nur um die Durchsetzung hoher ethischer Standards in den Fragen der Lohn- und Arbeitsbedingungen, sondern auch um die bisher nur unzureichend wahrgenommene ökologische Verantwortung der Konzerne, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Europäische Unternehmen profitierten zwar von den Gewinnen ihrer Tochterfirmen und den Niedrigpreisen ihrer Zulieferer, „können aber in der EU nicht für deren Menschenrechtsverletzungen oder Umweltverschmutzungen verantwortlich gemacht werden", so Cornelia Heydenreich, Referentin für Unternehmensverantwortung bei Germanwatch. „Deshalb fordern wir bessere Haftungsregeln für europäische Unternehmen, verbindliche Berichtspflichten sowie den Zugang zu europäischen Gerichten für Geschädigte aus dem Ausland" betont Franziska Humbert, Referentin für soziale Unternehmensverantwortung bei Oxfam Deutschland.
Fallstudie vorgelegt
Untermauert werden die Forderungen durch die von Germanwatch in Auftrag gegebene Studie "Unternehmensverantwortung – Vorschläge für EU-Reformen". Anhand von zwei Fallstudien zu ThyssenKrupp in Brasilien und der Lieferkette von Aldi in China werden die rechtlichen Lücken der Unternehmenshaftung für Auslandstätigkeiten aufgezeigt.
Die Studie "Unternehmensverantwortung - Vorschläge für EU-Reformen. Eine juristische Analyse der Auslandstätigkeit zweier deutscher Unternehmen" finden Sie hier.
Weitere Infos zur Kampagne und der Unterschriftenaktion finden Sie hier.
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