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21.07.10 - Guatemala: Gewalteskalation bei Marlin-Goldmine
Die Lage in der Umgebung der Marlin-Goldmine in Guatemala spitzt sich zu. Die Mine ist seit ihrer Errichtung äußerst umstritten, weil die Rechte der dort lebenden indigenen Bevölkerung nicht respektiert werden. Vorläufiger trauriger Höhepunkt ist das Attentat auf Diodora Antonia Hernández Cinto, eine führende Vertreterin der Bewegung gegen die Marlin-Mine. Sie wurde am 7. Juli 2010 in ihrem Haus von Unbekannten niedergeschossen. Eine weitere Gewalteskalation ist nicht auszuschließen. FIAN hat daher eine internationale Briefaktion gestartet, die auf www.fian.de zu finden ist.

Seit dem 20. Mai 2010 hatten die indigenen Gemeinschaften von Sipakapa und San Miguel Ixtahuacán nach langem Kampf gegen das Bergbauprojekt Marlin wieder Hoffnung geschöpft. Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH, Comisión Interamericana de Derechos Humanos) hatte einstweilige Verfügungen zugunsten des Lebens und der persönlichen Unversehrtheit der Gemeinschaften erlassen und den Stopp der Bergbauaktivitäten des kanadischen Unternehmens Goldcorp Inc. in der Marlin-Mine angeordnet. Am 23. Juni 2010 erklärte die Regierung Guatemalas, dass sie die von der CIDH erlassenen Maßnahmen umsetzen werde. Jedoch hat der kanadische Konzern verkündet, dass er den Goldabbau in Marlin nicht stoppen werde. Seitdem sind einige Wochen vergangen und die Umsetzung des Versprechens der Regierung steht noch aus.
 
 
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