Startseite
2. Weltkongress des Internationalen Gewerkschaftsbundes
ituc_logo.jpg„Jetzt zählen die Menschen - Aus der Krise mit globaler Gerechtigkeit“. Die internationalen Gewerkschaften wollen auf die Krise und die unzureichenden Reaktionen der Regierungen gemeinsam und solidarisch reagieren. Das ist ein erklärtes Ziel nach dem 2. Weltkongress des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) vom 21. bis 25. Juni im kanadischen Vancouver.
„Wir müssen mit Kraft und Solidarität darauf regieren, dass die Antwort einiger PolitikerInnen ist, die ArbeiterInnen erneut zu bestrafen, indem sie den Finanzmärkte erlauben, die globale Politik zu dominieren“, sagte die neue Generalsekretärin Sharan Burrow bei der Eröffnung des IGB-Kongresses. Rund 1400 Delegierte aus der ganzen Welt debattierten anschließend die Strategien und Inhalte der internationalen Gewerkschaftsbewegung. Guy Ryder, dessen Amtszeit als Generalsekretär des IGB endete, appellierte an die Delegierten: „Der Zusammenhalt aller Gewerkschaften auf der Welt wird entscheidend sein für den Erfolg der internationalen gewerkschaftlichen Solidarität“. In Folge der Krise hätten seit 2008 34 Millionen Arbeitnehmer ihre Arbeit verloren, weitere 64 Millionen Menschen wurden in die Armut gedrängt. So negativ sich die Krise auch für viele Menschen auswirke, so biete sie aber auch Chancen, „für einen neuen Weg, einen humanen Weg, der sich an den Menschen und ihren Bedürfnissen orientiert“.

Themenreport: Menschenwürdige Arbeit für alle

Im Themenreport nannte er als vordringliche Ziele menschenwürdige Arbeit für alle, Fairness und Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt, die Regulierung der Finanzmärkte, eine nachhaltige CO2-arme Zukunft, ein neues Entwicklungsmodell und die Steuerung und Regulierung der Globalisierung. Zum Aktionsplan müsse auch die Umsetzung der globalen Beschäftigungsinitiative der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) gehören. Ziel dieses Globales Job Paktes ist es, Beschäftigung und sozialen Schutz in den Mittelpunkt von Konjunkturprogrammen zu stellen. Ryder drängte: „Die Gewerkschaften und der IGB müssen schnell handeln, sonst ist die Chance für grundlegende Veränderungen vorbei.“

International gut aufgestellt

Für diese Aufgabe seien die internationalen Gewerkschaften gut aufgestellt, so DGB-Vorsitzender Michael Sommer, der zum neuen Präsidenten des IGB gewählt wurde. „Vier Jahre nach seiner Gründung ist der IGB ein globaler Player geworden – die globale Stimme der arbeitenden Menschen dieser Welt“, sagte Sommer. Auch er sieht den IGB vor großen Herausforderungen: „Wir müssen dagegen angehen, dass die arbeitenden Menschen als Opfer der Krise auch noch die Folgen der Krise bezahlen sollen. Auch deshalb brauchen wir die Finanztransaktionssteuer. Wir müssen weltweit kämpfen, für Gute Arbeit, gegen Arbeitslosigkeit, für Lebenschancen von Jugendlichen und Frauen. Besonders geht es mir um die Bekämpfung jeder Form von prekärer Arbeit. Prekäre Arbeit ist die Geißel der arbeitenden Menschen.“

Erste Frau an der Spitze des IGB

Mit Sharan Burrow, der ehemaligen Präsidentin des IGB und neuer Generalsekretärin steht erstmals eine Frau an der Spitze des internationalen Gewerkschaftsbundes. Der bisherige Generalsekretär Guy Ryder wechselt als Stellvertretender Generaldirektor zur Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Als stellvertretender Generalsekretär wurde der Niederländer Jaap Wienen gewählt, stellvertretender Präsident wurde Luc Cortebeeck aus Belgien.

Seiten des IGB zum Kongress


Eröffnungsrede Sharan Burrow


Seiten des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum IGB-Kongress
 
 
< zurück   weiter >
Umfrage
Ich gehe davon aus, dass meine Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Krise...
 
Aktuell auf dieser Seite
Newsticker "Gute Arbeit"