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ILO-Konferenz will mehr Rechte für Hausangestellte
iao_ilo_png.pngArbeitnehmerrechte, Gesundheitsschutz und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Krise. Das waren die zentralen Themen der 99. Arbeitskonferenz der Internationalen Arbeitsorganisation ILO vom 2. bis zum 18. Juni in Genf mit rund 2500 VertreterInnen von Regierungen, Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen aus 183 Ländern der Welt. Ein zentrales Thema war in diesem Jahr mehr Rechte für die über 100 Millionen meist weiblichen Hausangestellten.
 
„Es ist dringend notwendig, dass die ILO ihre Rolle angesichts der Herausforderungen der Globalisierung voll ausschöpft“, sagte Gilles de Robien, Präsident der diesjährigen Konferenz. Delegierte der Konferenz riefen die ILO auf, ihre Zusammenarbeit mit den internationalen Institutionen wie der Weltbank und dem Internationalen Währungsfond sowie den Vereinten Nationen zu intensivieren.
 
Bis 2011 will die ILO ein Übereinkommen verabschieden, das Hausangestellten ein Leben in Würde ermöglichen und ihnen mehr Rechte geben soll. Viele von ihnen sehen sich oft körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt ausgesetzt, heißt es in dem Bericht „Decent work for domestic workers - Report of the Committee on Domestic Workers“. Zudem ist ihr gesellschaftlicher Status niedrig. Ein weiteres wichtiges Thema: der Umgang mit HIV/AIDS in der Arbeitswelt. Aids-Kranke und HIV-Infizierte sind alltäglichen Diskriminierungen ausgesetzt, verlieren ihre Arbeit und werden sozial ausgegrenzt. Mit einer ILO-Empfehlung soll ihr sozialer Schutz verbessert und die Prävention gestärkt werden.

Ein Jahr, nachdem die letzte ILO-Arbeitskonferenz einen globalen Beschäftigungspakt beschlossen hat, ging es auch 2010 wieder um eine Beschäftigungspolitik für eine faire Globalisierung. Gewerkschaften, Arbeitgeber und Regierungen diskutierten über Wege, um die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Mittelpunkt der Politik zu stellen. Der Normenanwendungsausschuss, der Länder an den Pranger stellt, die gegen die Normen der ILO-Übereinkommen verstoßen, indem sie etwa Gewerkschaftsrechte verletzen, beschäftigt sich in diesem Jahr mit Burma, Costa Rica, Guatemala und Swaziland.

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