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09.09.10 - ETUC: Aufruf zur Großdemo in Brüssel am 29.09.10
Der Europäische Gewerkschaftsbund (ETUC) hat zu einer Großdemonstration in Brüssel am 29. September 2010 aufgerufen, um gegen den massiven Sparkurs der europäischen Regierungen zu protestieren. Der ETUC erwartet bis zu 100.000 TeilnehmerInnen - Delegationen aus ganz Europa haben sich bereits angemeldet. 
 
 
08.09.10 - Australien: GewerkschafterInnen soldidarisch mit indonesischen Nestlè-Arbeitern
Die australischen Gewerkschaften haben vor dem Nestlé-eigenen Nespresso-Geschäft im Stadtzentrum von Sydney gegen die Unterdrückung von Arbeitnehmerrechten durch  Nestlè in Indonesien demonstriert. Die Aktion, die vorübergehend zur Schliessung des Nespresso-Geschäfts durch die Geschäftsleitung führte, diente der Unterstützung der der IUL angeschlossenen SBNIP , die die Beschäftigten der Nescafé-Fabrik in Panjang, Indonesien, vertritt. Die SBNIP kämpft seit 2008 für das Recht zur Aushandlung einer Kollektivvereinbarung, einschliesslich Lohnsätzen.
 
 
23.08.10 - Bangladesh: Repression gegen streikende TextilarbeiterInnen
Seit Ende Juli streiken tausende TextilarbeiterInnen für mehr (Mindest)Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Die Polizei geht massiv gegen die Streikenden vor, neben etwa 5.000 Entlassungen in verschiedene Unternehmen wurden bereits über 100 Streikende festgenommen und es soll bereits hunderte Haftbefehle gegen Aktivisten geben, rund ein Dutzend Funktionäre der Textilarbeitergewerkschaft sind "abgetaucht", weil sie polizeilich gesucht werden.
 
Die bangladeschische Regierung hat am 29. Juli 2010 die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes auf 3000 Taka angekündigt und verlauten lassen, dass sie keine „Anarchie“ in der Bekleidungsindustrie toleriere. Diese Lohnerhöhung bleibt jedoch weit unter den Forderungen der Gewerkschaft, denn auch ein Mindestlohn von 3000 Taka reicht nicht annähernd aus, um die Grundbedürfnisse zu decken. Die ArbeiterInnen führten deshalb ihre Strassenproteste weiter. 
 
 
19.08.10 - Südafrika: Hohe Beteiligung am Streik im Öffentlichen Dienst
Mehr als eine Millionen Beschäftigte haben sich in Südafrika nach Medienangaben am Mittwoch, den 18. August am unbefristeten Streik im Öffentlichen Dienst beteiligt. Gerichte, Schulen, Krankenhäuser und Regierungsstellen blieben geschlossen oder liefen im Notbetrieb. Die Gewerkschaften fordern 8,6 Prozent mehr Lohn, die Regierung hat bisher sieben Prozent angeboten. 
 
 
Eine ausführliche Berichterstattung finden Sie unter Radio Labour.
 
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